Ferienlager '76
in Hartmannsberg / Chiemgau
in Hartmannsberg / Chiemgau
Vortrupp
Als wir, das sind Herr Bauer, Hajo, Walter und Andi, am 14.Juli nach 8 Stunden Fahrt in Hartmannsberg ankamen, da war es noch schön heiß. Gerade richtig, um eben 5 Zelte aufzubauen. Der Boden war schön hart und teinig. Die Heringe gingen halb in den Boden, dann stieß man auf einen Stein zund man konnte den Hering wieder herausziehen und es an einer anderen Stelle von neuem versuchen.
Abends haben wir dann das Nachtleben von Endorf kennengelernt. In Endorf muss schwer was los sein, denn auf den Straßen haben wir immerhin 3 Leute, das heißt ein Ehepaar mit Hund gesehen. Am nächsten Tag mussten wir noch 200 Heringe kaufen, um die restlichen 8 Zelte aufzubauen. Ab 23:00 Uhr haben wir dann auf den Bus gewartet bis er um ca. 01:30 Uhr ankam. Und dann war es mit der Ruhe vorbei.
Was sonst noch geschah
So haben wir dann die erste Hälfte des Lagers schon hinter uns gebracht, ohne überhaupt zu merken wie schnell die Zeit verging. Durch die Wanderungen und Geländespiele waren wir fit genug um auch noch die zweite Hälfte zu überstehen.
Die erste Wanderung verlief zwar im Sande, es kam der Hardtsee dazwischen, und der war bei dem Wetter interessanter als einige Kilometer Wanderweg. Allerdings hatte nicht jeder Badesachen dabei, und kam so, wenn auch ungewollt, in voller Montur zu einer kühlen Erfrischung.
Ebenfalls eine Erfrischung war auch die erste Lagermesse.Es war mal was anderes als zu Hause die Messe in der Kirche. Wir trafen uns am Zeltplatz einer anderen Gruppe, die nach der Messe wieder fahren musste, im Wald. Und da wir ja nun so sehr hilfsbereit sind, kamen wir so angestolpert, dass wir ihnen die Arbeit des Zeltabschlagens schon weitgehend abgenommen hatten.
Nicht so erfrischend war allerdings die zweite Lagermesse. Der evangelische Pastor war etwas unsicher und schrieb selbst das "Amen" , das er sagen wollte, vor der Messe auf. Die Predigt , die er in 10 Minuten hielt, hätte man ebenso treffend in einem Satz bringen können.
Am Abend war dann die erste Gespenstergeschichte fällig. Unsere Kleinsten, Claudia und Jaqueline , die am ersten Samstagabend von Fremden so sehr erschreckt worden waren, dass sie Angst hatten alleine im Zelt zu schlafen, waren wieder topfit. Andi hatte sich damals mit zu ihnen ins Zelt gelegt und schlief dann noch vor ihnen ein, und die Gefahr war gebannt.
Am Lagerfeuer konnten wir unseren Schlachtruf B - R - A - V - O, Bravo , noch oft anbringen.
Außerdem hatte Andi, nach dem er einmal das Lied "Kokain" gesungen hatte, keine Ruhe mehr. Bei jeder Gelegenheit musste er das Lied dann zum Besten geben.
Als wir, das sind Herr Bauer, Hajo, Walter und Andi, am 14.Juli nach 8 Stunden Fahrt in Hartmannsberg ankamen, da war es noch schön heiß. Gerade richtig, um eben 5 Zelte aufzubauen. Der Boden war schön hart und teinig. Die Heringe gingen halb in den Boden, dann stieß man auf einen Stein zund man konnte den Hering wieder herausziehen und es an einer anderen Stelle von neuem versuchen.
Abends haben wir dann das Nachtleben von Endorf kennengelernt. In Endorf muss schwer was los sein, denn auf den Straßen haben wir immerhin 3 Leute, das heißt ein Ehepaar mit Hund gesehen. Am nächsten Tag mussten wir noch 200 Heringe kaufen, um die restlichen 8 Zelte aufzubauen. Ab 23:00 Uhr haben wir dann auf den Bus gewartet bis er um ca. 01:30 Uhr ankam. Und dann war es mit der Ruhe vorbei.
Was sonst noch geschah
So haben wir dann die erste Hälfte des Lagers schon hinter uns gebracht, ohne überhaupt zu merken wie schnell die Zeit verging. Durch die Wanderungen und Geländespiele waren wir fit genug um auch noch die zweite Hälfte zu überstehen.
Die erste Wanderung verlief zwar im Sande, es kam der Hardtsee dazwischen, und der war bei dem Wetter interessanter als einige Kilometer Wanderweg. Allerdings hatte nicht jeder Badesachen dabei, und kam so, wenn auch ungewollt, in voller Montur zu einer kühlen Erfrischung.
Ebenfalls eine Erfrischung war auch die erste Lagermesse.Es war mal was anderes als zu Hause die Messe in der Kirche. Wir trafen uns am Zeltplatz einer anderen Gruppe, die nach der Messe wieder fahren musste, im Wald. Und da wir ja nun so sehr hilfsbereit sind, kamen wir so angestolpert, dass wir ihnen die Arbeit des Zeltabschlagens schon weitgehend abgenommen hatten.
Nicht so erfrischend war allerdings die zweite Lagermesse. Der evangelische Pastor war etwas unsicher und schrieb selbst das "Amen" , das er sagen wollte, vor der Messe auf. Die Predigt , die er in 10 Minuten hielt, hätte man ebenso treffend in einem Satz bringen können.
Am Abend war dann die erste Gespenstergeschichte fällig. Unsere Kleinsten, Claudia und Jaqueline , die am ersten Samstagabend von Fremden so sehr erschreckt worden waren, dass sie Angst hatten alleine im Zelt zu schlafen, waren wieder topfit. Andi hatte sich damals mit zu ihnen ins Zelt gelegt und schlief dann noch vor ihnen ein, und die Gefahr war gebannt.
Am Lagerfeuer konnten wir unseren Schlachtruf B - R - A - V - O, Bravo , noch oft anbringen.
Außerdem hatte Andi, nach dem er einmal das Lied "Kokain" gesungen hatte, keine Ruhe mehr. Bei jeder Gelegenheit musste er das Lied dann zum Besten geben.
Unser Ausflug nach München
Wir hatten in den drei Wochen, indenen wir in Hartmannsberg waren, auch einen Ausflug nach München geplant. Dieser Ausflug nun sollte am Freitag, dem 30.Juli stattfinden. Da wir Freitags schon um 06:00 Uhr aufstehen mussten, schickten wir die Kinder Donnerstags früher als sonst in die Zelte. Einige, besonders die älteren, begannen deshalb zu motzen, sahen aber nach einem Gespräch mit den Leitern ein, dass es besser wäre schlafen zu gehen, um morgen für den Ausflug fit zu sein.
Am nächsten Morgen hatten wir Leiter erst einmal Arbeit mit dem Wecken. Die meisten hatten keine Lust aufzustehen, aber nachdem sie gefrühstückt hatten, sah es schon ganz anders aus. Manche warteten bereits um 07:00 Uhr aufgeregt auf den Bus. Als dieser dann um 08:00 Uhr ankam waren alle fertig und somit konnte unser Ausflug beginnen. Bis auf Udo fuhren alle mit. Da wir einen brauchten der auf die Zelte aufpasste, musste er da bleiben. Die Busfahrt war ziemlich gemütlich. Es wurde gesungen und als wir in die Nähe von Wasserburg kamen machten wir eine kurze Pause.
Von einer Aussicht aus konnten wir auf Wasserburg herabblicken. Es ist eine wunderschöne Stadt und um sie zu erreichen mussten wir über eine Brücke fahren, da Wasserburg von drei Seiten vom Inn umflossen wird.
Um 10:00 Uhr dann endlich kamen wir in München an. Unser erstes Ziel war das Deutsche Museum. Der Busfahrer setzte uns dort ab, und in den einzelnen Gruppen hatten wir dann 1 1/2 Stunden Zeit das Museum zu besichtigen. In dieser kurzen Zeit konnte man allerdings nicht sehr viel sehen, da das Museum so riesig war, dass man bestimmt mehrere Tage benötigt um es ganz zu besichtigen. Nach der Besichtigung trafen sich die Gruppen vor dem Museum.Nun bekamen wir Freizeit, da es aber zu gefährlich gewesen wäre, die Kinder allein in München herumlaufen zu lassen, gingen wir wieder in Gruppen. Wir hatten einen Treffpunkt in der Nähe vom Bahnhof ausgemacht, an dem uns der Bus auch wieder abholen sollte. Obwohl jede Gruppe alleine losgegangen war, trafen wir uns alle im Mc Donalds wieder, da fast jeder Hunger hatte. Von dort aus gingen dann mehrere Gruppen zusammen zu unserem Treffpunkt. Manche kamen zwar zu spät, aber der Busfahrer hatte nicht auf uns gewartet, und war einfach weggegangen. Wir mussten noch fast eine Stunde warten bis er per Taxi zum Parkplatz, auf dem der Bus stand, kam.
Nun gings mit Verspätung zum Olympiagelände. Da wir nun nicht mehr so viel Zeit hatten um alles zu besichtige, beschlossen viele auf den Olympiaturm zu gehen um somit alles auf einen Blick zu haben. Die restlichen spanierten durch das Gelände oder legten sich auf die Wiese, um sich ein wenig auszuruhen. Nach etwa einer Stunde mussten wir dann die Rückfahrt antreten. Diese verlief wesentlich ruhiger als die Hinfahrt, da nun mehrere schliefen.
So gegen 18:00 Uhr kamen wir dann wieder in Hartmannsberg an, und zu unserer Überraschung hatte Udo schon das Abendessen vorbereitet. Nachdem wir gegessen hatten ging ein Teil der noch mit Walter, Uschi, Siggi und mir ins Kino. Es lief der Film "Woodstock". Die anderen waren so müde, dass sie gleich in ihre Zelte verschwanden. Nach dem Film fielen dann auch die restlichen totmüde auf ihre Luftmatraze, und ich glaueb jeder von uns fand, dass dieser Tag einer der schönsten unseres ganzen Zeltlagers gewesen war.
Wir hatten in den drei Wochen, indenen wir in Hartmannsberg waren, auch einen Ausflug nach München geplant. Dieser Ausflug nun sollte am Freitag, dem 30.Juli stattfinden. Da wir Freitags schon um 06:00 Uhr aufstehen mussten, schickten wir die Kinder Donnerstags früher als sonst in die Zelte. Einige, besonders die älteren, begannen deshalb zu motzen, sahen aber nach einem Gespräch mit den Leitern ein, dass es besser wäre schlafen zu gehen, um morgen für den Ausflug fit zu sein.
Am nächsten Morgen hatten wir Leiter erst einmal Arbeit mit dem Wecken. Die meisten hatten keine Lust aufzustehen, aber nachdem sie gefrühstückt hatten, sah es schon ganz anders aus. Manche warteten bereits um 07:00 Uhr aufgeregt auf den Bus. Als dieser dann um 08:00 Uhr ankam waren alle fertig und somit konnte unser Ausflug beginnen. Bis auf Udo fuhren alle mit. Da wir einen brauchten der auf die Zelte aufpasste, musste er da bleiben. Die Busfahrt war ziemlich gemütlich. Es wurde gesungen und als wir in die Nähe von Wasserburg kamen machten wir eine kurze Pause.
Von einer Aussicht aus konnten wir auf Wasserburg herabblicken. Es ist eine wunderschöne Stadt und um sie zu erreichen mussten wir über eine Brücke fahren, da Wasserburg von drei Seiten vom Inn umflossen wird.
Um 10:00 Uhr dann endlich kamen wir in München an. Unser erstes Ziel war das Deutsche Museum. Der Busfahrer setzte uns dort ab, und in den einzelnen Gruppen hatten wir dann 1 1/2 Stunden Zeit das Museum zu besichtigen. In dieser kurzen Zeit konnte man allerdings nicht sehr viel sehen, da das Museum so riesig war, dass man bestimmt mehrere Tage benötigt um es ganz zu besichtigen. Nach der Besichtigung trafen sich die Gruppen vor dem Museum.Nun bekamen wir Freizeit, da es aber zu gefährlich gewesen wäre, die Kinder allein in München herumlaufen zu lassen, gingen wir wieder in Gruppen. Wir hatten einen Treffpunkt in der Nähe vom Bahnhof ausgemacht, an dem uns der Bus auch wieder abholen sollte. Obwohl jede Gruppe alleine losgegangen war, trafen wir uns alle im Mc Donalds wieder, da fast jeder Hunger hatte. Von dort aus gingen dann mehrere Gruppen zusammen zu unserem Treffpunkt. Manche kamen zwar zu spät, aber der Busfahrer hatte nicht auf uns gewartet, und war einfach weggegangen. Wir mussten noch fast eine Stunde warten bis er per Taxi zum Parkplatz, auf dem der Bus stand, kam.
Nun gings mit Verspätung zum Olympiagelände. Da wir nun nicht mehr so viel Zeit hatten um alles zu besichtige, beschlossen viele auf den Olympiaturm zu gehen um somit alles auf einen Blick zu haben. Die restlichen spanierten durch das Gelände oder legten sich auf die Wiese, um sich ein wenig auszuruhen. Nach etwa einer Stunde mussten wir dann die Rückfahrt antreten. Diese verlief wesentlich ruhiger als die Hinfahrt, da nun mehrere schliefen.
So gegen 18:00 Uhr kamen wir dann wieder in Hartmannsberg an, und zu unserer Überraschung hatte Udo schon das Abendessen vorbereitet. Nachdem wir gegessen hatten ging ein Teil der noch mit Walter, Uschi, Siggi und mir ins Kino. Es lief der Film "Woodstock". Die anderen waren so müde, dass sie gleich in ihre Zelte verschwanden. Nach dem Film fielen dann auch die restlichen totmüde auf ihre Luftmatraze, und ich glaueb jeder von uns fand, dass dieser Tag einer der schönsten unseres ganzen Zeltlagers gewesen war.
Autor: Angelika Ratajczak, 16 Jahre
Nachtwanderung
Als Einstimmung auf das Ereignis in der Nacht wurde eine Gespenstergeschichte am Lagerfeuer gebracht. Doch wusste keine der Kinder was das sollte, ob das Leitungsteam wirklich gehen wollte. Tage vorher wurden die Leiter angehalten, man solle doch das Versprechen halten: eine Nachtwanderung gehöre zu jedem Lager, und nun antwortete jedem Frager: "Die Nachtwanderung kommt bestimmt, auch wenn es keiner sehr ernst nimmt."
Als zum Abmarsch es sich dann versammeln hieß,
es doch die meisten sehr verdrieß.
Müde waren auf einmal die meisten
und meinten, sie könnten sich den Marsch nicht leisten.
So dauerte es fast eine halbe Stunde
bis man sich fand zur Bannerrunde.
Mürrisch begab man sich auf die Strecke;
Udo dagegen verkroch sich unter die Decke,
als Wache versteht sich, wie er es nannte,
wie gut war es, dass jeder ihn kannte.
Über den ersten Teil der Strecke gibt's nicht viel zu berichten
außer, dass wir uns über Straße, Feld- und Waldweg voranpirschten.
Interessant wurde es, als der Wanderweg wieder auf die Straße führte.
Die Gruppe war plötzlich geteilt, was daher rührte,
dass man im Wald die Hand nicht vor den Augen sah.
Doch bald hatte man sich wieder und alle waren noch da.
Vor uns blitzten plötzlich Lichter auf -
Wir dachten schon an Überfall und nahmen Prügelei in Kauf.
Doch da kamen uns nur so kleine Bayern entgegen,
die eines Geländespiels und Mutprobe wegen
einzelne Stationen abzugehen hatten,
und in unserer Gruppe sahen sie unheimliche Schatten.
Da wir kaum Lampen mitgenommen haben,
denn wir wollten uns an der Dunkelheit laben,
riefen wir ihnen zu: "Ihr blendet uns macht die Lampen aus!",
doch das, so schien es, war für die Bayern ein Graus.
Statt dessen warteten sie bis sie sicheren Abstand erreichten,
"Sau Preußen" riefen sie uns zu, ohne Lob zu erheischen.
Doch rührte es uns wenig, denn den Verkehr mussten wir beachten;
zwei Autos überholten uns und dann mussten wir warten:
eine Gruppe hatte sich selbstständig gemacht und war weitermaschiert,
geradeaus, statt nach rechts in das Waldgeviert.
Währenddessen fuhr ein NSU-Prinz vorbei.
Als er uns sag hielt er an und begann mit Geschrei:
"Was macht ihr denn noch so spät auf der Straße?
Es ist hier gefährlich, ich fürcht um eure Nase!"
Beeindruckt von den Worten machten wir kehrt,
als alle beisammen, und wieder im Wald liefen wir verkehrt.
Instinktiv aber marschierten wir den richtigen Weg.
Unterwegs bekamen unsere Mädchen einen tüchtigen Schreck.
Doch die Gespensterstation der anderen beeindruckten sie nicht sehr.
Aber das Lachen verging ihnen bei der Mutprobe hinterher.
Tja das war schon so eine Sache mit dem Mut,
fünf der Leiter hatten, man sah es gut,
sich im Wald versteckt und mit Masken bestückt,
wenn man sie sah wurde man nicht beglückt.
Doch es war alles halb so schlimm gewesen,
denn keiner ging allein, 100 Meter waren zu durchmessen.
Andi nahm sie im Ziel in Empfang,
das war das Ende vom Gespenstergang.
Nun ging man schnell zum Zeltplatz hinab,
wo man sich schnell in den Schlafsack begab.
Das Ergebnis der Nachtwanderung war interessant,
denn jeder sie schließlich als gut empfand.
Als Einstimmung auf das Ereignis in der Nacht wurde eine Gespenstergeschichte am Lagerfeuer gebracht. Doch wusste keine der Kinder was das sollte, ob das Leitungsteam wirklich gehen wollte. Tage vorher wurden die Leiter angehalten, man solle doch das Versprechen halten: eine Nachtwanderung gehöre zu jedem Lager, und nun antwortete jedem Frager: "Die Nachtwanderung kommt bestimmt, auch wenn es keiner sehr ernst nimmt."
Als zum Abmarsch es sich dann versammeln hieß,
es doch die meisten sehr verdrieß.
Müde waren auf einmal die meisten
und meinten, sie könnten sich den Marsch nicht leisten.
So dauerte es fast eine halbe Stunde
bis man sich fand zur Bannerrunde.
Mürrisch begab man sich auf die Strecke;
Udo dagegen verkroch sich unter die Decke,
als Wache versteht sich, wie er es nannte,
wie gut war es, dass jeder ihn kannte.
Über den ersten Teil der Strecke gibt's nicht viel zu berichten
außer, dass wir uns über Straße, Feld- und Waldweg voranpirschten.
Interessant wurde es, als der Wanderweg wieder auf die Straße führte.
Die Gruppe war plötzlich geteilt, was daher rührte,
dass man im Wald die Hand nicht vor den Augen sah.
Doch bald hatte man sich wieder und alle waren noch da.
Vor uns blitzten plötzlich Lichter auf -
Wir dachten schon an Überfall und nahmen Prügelei in Kauf.
Doch da kamen uns nur so kleine Bayern entgegen,
die eines Geländespiels und Mutprobe wegen
einzelne Stationen abzugehen hatten,
und in unserer Gruppe sahen sie unheimliche Schatten.
Da wir kaum Lampen mitgenommen haben,
denn wir wollten uns an der Dunkelheit laben,
riefen wir ihnen zu: "Ihr blendet uns macht die Lampen aus!",
doch das, so schien es, war für die Bayern ein Graus.
Statt dessen warteten sie bis sie sicheren Abstand erreichten,
"Sau Preußen" riefen sie uns zu, ohne Lob zu erheischen.
Doch rührte es uns wenig, denn den Verkehr mussten wir beachten;
zwei Autos überholten uns und dann mussten wir warten:
eine Gruppe hatte sich selbstständig gemacht und war weitermaschiert,
geradeaus, statt nach rechts in das Waldgeviert.
Währenddessen fuhr ein NSU-Prinz vorbei.
Als er uns sag hielt er an und begann mit Geschrei:
"Was macht ihr denn noch so spät auf der Straße?
Es ist hier gefährlich, ich fürcht um eure Nase!"
Beeindruckt von den Worten machten wir kehrt,
als alle beisammen, und wieder im Wald liefen wir verkehrt.
Instinktiv aber marschierten wir den richtigen Weg.
Unterwegs bekamen unsere Mädchen einen tüchtigen Schreck.
Doch die Gespensterstation der anderen beeindruckten sie nicht sehr.
Aber das Lachen verging ihnen bei der Mutprobe hinterher.
Tja das war schon so eine Sache mit dem Mut,
fünf der Leiter hatten, man sah es gut,
sich im Wald versteckt und mit Masken bestückt,
wenn man sie sah wurde man nicht beglückt.
Doch es war alles halb so schlimm gewesen,
denn keiner ging allein, 100 Meter waren zu durchmessen.
Andi nahm sie im Ziel in Empfang,
das war das Ende vom Gespenstergang.
Nun ging man schnell zum Zeltplatz hinab,
wo man sich schnell in den Schlafsack begab.
Das Ergebnis der Nachtwanderung war interessant,
denn jeder sie schließlich als gut empfand.
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