Donnerstag, 1. Januar 1998

1998 Kervignac / Bretagne / Frankreich

Auf den Spuren von Asterix und Obelix

Ferienfreizeit mit 55 neun- bis sechzehnjährigen
Jungen und Mädchen in Kervignac / Südbretagne


Mit insgesamt 70 Personen, einschließlich der Betreuer und Küchenfeen schlugen wir mit der OT St. John in diesem Jahr in der Nähe von L'Orient unsere Zelte auf. Die Gastgeber, der Bürgermeister M. Le Ludec und die Gemeinde Kervignac, waren sehr zuvorkommend. Sie stellten uns eine große Wiese mit anliegender Turnhalle, Bouleplätzen und Volleyballgelände zur Verfügung, wie geschaffen für eine Ferienfreizeit in Zelten.

Das Programm lieferte reichhaltige Unterhaltung, ob mit oder ohne Sonne. So gehörte auf jeden Fall der Besuch der Hinkelsteinfelder von Carnac zum Ausflugsprogramm.

Badespaß war auf der Ile de Quiberon garantiert. Wir besuchten auch Point du Raz, die westlichste Spitze von Frankreich sowie das Städtchen Quimper. Auch kleinere Andenken der Asterix-Zeit gehörten ins Programm. So besichtigte man den Mistelbaum des Miraculix, den Baum des Trubadix und die Reste eines römischen Lagers. Ein typisches Geländespiel sorgte dafür, daß mit den erworbenen Zutaten am Abend der Zaubertrank gekocht werden konnte.

Aber auch Begegnungen mit heutigen Franzosen gehörten dazu.

So wurde ein Fußballspiel gegen die französische Jugend ausgetragen und gewonnen, Kontakte mit den täglichen Besuchern und Besucherinnen am Zeltplatz geknüpft.

Als dann die Deutschen aus der WM ausgeschieden waren, zitterten wir gemeinsam und drückten dem späteren Weltmeister die Daumen. Ein großes "Hallo" gab es für unsere Unterstützung.

Mit Wehmut sagten wir am 14. Juli Lebewohl, um zum Abschluß noch in Paris zwei Tage zu übernachten. Hier war unser Ziel, wie konnte es anders sein, der Besuch im Park Asterix und eine abschließende Fotosession unter dem Eiffelturm.

Gut erholt kamen alle am 16. Juli wieder in Köln-Stammheim an, allerdings mit einem ungewöhnlichen Gepäckstück mehr an Bord des Busses, nämlich einem toten Käfer, der einer 12-jährigen in der vorletzten Nacht auf dem Zeltplatz ins Ohr

gekrochen war und nur mit Hilfe eines Arztes im Krankenhaus von L'Orient wieder herausgeholt werden konnte.

Ereignisreiche Tage auch mit wenig Sonne am Himmel aber mit viel Sonne im Herzen.

Der Spruch des Tages war jeden Morgen:
Alles aufstehn! Die Sonne lacht in Tröpfchenform.
Es wird 22 Grad, 11 Grad am Morgen, 11 Grad am Abend.


Hans-Josef Bauer



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