
Die Wellen des Atlantik 2
Zum 2. Mal hatten wir uns vorgenommen, unsere Ferienfreizeit in Pissos in der Nähe des Atlantik durchzuführen. Wir, der LKW und das Vorkommando, hatten uns in diesem Jahr einen Tag früher auf den Weg gemacht. Dies war möglich, weil wir unser Sommerfest gemeinsam mit dem Pfarrfest und dem 30jährigen Bestehen der Kita St. Johannes schon am 13.Juli, also 14 Tage früher als üblich abgehalten hatten.
Des Sonntags morgens ging es los. Der LKW war schon vor uns los. Unterwegs erhielten wir einen Anruf von Jakob, der LKW sei von der Polizei bei Aachen kontrolliert worden.
Überladen?
Nein! Sie hatten nur festgestellt, daß Jakob seinen Führerschein vergessen hatte.
Das war aber kein Problem, weil Heinz in dem Augenblick der Kontrolle der Fahrer war. Man gab Jakob den Tipp, erst in Frankreich das Steuer zu übernehmen, dort sei man nicht so streng.
Irgendwann in Belgien überholten wir mit dem Skudo, neben Renate fuhren noch Denis und Tine im Skudo mit, den LKW und setzten diesmal unseren Weg als Vorhut fort.
In Pissos angekommen, wo uns Renè und Lina schon erwarteten - die hatten vorher einige Wochen in Biscarosse Urlaub gemacht und wollten nun jeweils eine Gruppe übernehmen. So gehörten auch sie zum Aufbaukommando -, war es mittlerweile 23:00. Wir richteten unser Nachtlager in den dort stehenden Großzelten, genannt Marabou, die je 4 Etagenbetten als Einrichtung hatten. Gegen 1:00 kamen auch Jakob und Heinz wohlbehalten mit dem LKW an.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück begannen wir mit dem Aufbau des Lagers. Nachdem wir uns bei der Chefin des Camps angemeldet, unseren Platz abgesteckt hatten, wurde der Aufbauplan erstellt. Zuerst bauten wir dann das Küchenzelt auf, damit Jakob das Interieur mit Renate aufstellen konnte, um dann die Geräte zu installieren. Dann erstand das Eßzelt.
Danach begannen wir mit dem Aufbau der Gruppenzelte und des Büdchens.
Spät abends nach getaner Arbeit, wir hatten schon viel geschafft, fuhren wir in ein „Routiers“ Restaurant, wo LKW Fahrer preiswert essen können. So nutzten auch wir diese Möglichkeit.
Am nächsten Morgen begann ich mit der Organisation im Lebensmittelgeschäft und in der Bäckerei. Toll für mich war, daß mich die Inhaberin sofort als Monsieur St. John wiedererkannte und der Bäcker begrüßte mich als Monsieur Pizza.
So war es auch diesmal kein Problem, ein Konto bei den beiden Geschäften einzurichten. Der Bäcker würde uns sogar das Brot an´s Küchenzelt liefern.
Am Morgen bauten wir weiter Zelte auf.
Mittags, wir lagen gut im Soll, fuhren wir alle zusammen nach Biscarrosse, da ja Jakob und Heinz am nächsten Tag den LKW wieder nach Köln chauffieren würden.
So hatten auch sie den Atlantik gesehen.
Mittwochs, nachdem wir Jakob und Heinz verabschiedet hatten, bauten wir den Rest auf.
Der Donnerstag war dann der Tag, an dem wir der Metro in Bordeaux den 1. Besuch abstatteten. Wir hatten Mühe, alles im Skudo zu verstauen, kamen aber wohlbehalten mit einem gut beladenen Auto in Pissos wieder an.
Dann nahmen wir Kontakt mit der OT auf, um zu hören, ob alles gut läuft und um noch einige Kleinigkeiten zu bestellen. Dann konnte der Bus kommen.
Am Freitag, den 01.08. kamen der Bus und 2 Begleit-Minibusse vollgepackt mit Kindern und Begleitern, Gepäck und weiterem Organisationsmaterial wohlbehalten in Pissos an. Da die Busfahrer erst am späten Abend ab Bordeaux mit dem Zug nach Hause zurückfuhren, gab es nach dem Essen zur Überraschung aller den ersten Ausflug zum Atlantik, den alle genossen.
Ab dem folgenden Samstag lief das Programm wie am Schnürchen. In den Berichten der Kinder wird einiges über das Programm der folgenden 2 Wochen erzählt.
Am Samstag, dem 16.08. war spät in der Nacht der LKW mit den Fahrern Bernhard und Uwe, sowie dem Busfahrer Helmut eingetroffen. Am Sonntag unternahmen wir so noch eine Bustour zur Dune de Pilat und nach Biscarrosse zum Schwimmen im Atlantik.
Der Aufbruch in Richtung Heimat begann am 19.08. um 11:00, für meine Planung etwas spät.
So fuhren Bus, LKW, 3 Minibusse und 2 PKW in Richtung Paris. In Chartres, 70 km vor Paris, hatten wir für eine Nacht die Jugendherberge angemietet. Gegen 19:20, 10 Minuten vor der vereinbarten spätesten Zeit, kamen wir an der Jugendherberge an.
Gott sei Dank!
Es war aber kein Abendessen vorbereitet.
Kein Problem!
Die Herbergsleiterin und ich bestellten bei einem Pizza Taxi Restaurant genug Pizza und konnten so gegen 21:00 den Hunger aller stillen.
Am nächsten Morgen fuhr der Troß gegen 9:00 weiter. Die Strecke bis Paris war ziemlich frei.
Auch die Autobahn durch Paris war kein Problem. Ich war noch so schnell durch Paris durch, so daß wir um 10:20 schon am Parque Asterix, dem nächsten großen Ziel, waren. Ich besorgte schnell die Karten, die Kinder wurden auf den Treffpunkt eingeschworen und die Gruppeneinteilung gemacht. Und dann ab in den Park, wo sich alle im Nu in die verschiedenen Richtungen verteilten.
Pünktlich um 16:45 waren alle am Treffpunkt. Neben dem Busparkplatz fand sich ein Rastplatz. Dort nahmen wir unser Abendessen ein. Dann ging es ab in Richtung Heimat. Auch diese Fahrt lief besser als ich erwartet hatte. Gegen 23:45 trafen der Bus und AVK-Bus als letzte wohlbehalten in Köln-Stammheim an der OT ein.
An dieser Stelle einmal ein herzlichen Dank an die Firma Müller, die uns schon viele Jahre sicher an unsere Ferienorte gebracht hat, aber auch an die Firma AVK, die uns dieses Jahr nicht nur den LKW, sondern noch einen Mercedes-Minibus zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt hatten.
Es war wieder ein rund um gelungenes Lager zu Ende. Dies wurde uns durch den Empfang, den die Eltern uns an der OT machten, erst richtig klar. Denn sie empfingen uns alle mit einem tollen Applaus.
Bis zum nächsten Jahr.
© Hajo Bauer