Central Massiv
-
Wo ist das ?
Diese Frage wurde vor Beginn unserer Ferienfreizeit oft an mich gestellt.
Menat, so hieß der kleine Ort, 70 km vor Clermont-Ferrand, in dem wir 3 Wochen zu Gast waren. Die Gegebenheiten waren optimal. Unser Campingplatz lag am Rande eines Fußballplatzes, zu dem auch ein Tennisplatz gehörte. Es standen Toiletten und Duschen zur Verfügung. 20 Minuten zu Fuß war es kein Problem für uns zu unserer Schwimmstelle am Fluß Sioule zu gelangen. Die Leute mit denen wir zu tun hatten waren hilfsbereit und sehr freundlich. Wir hatten sehr schnell Besuch aus dem nahegelegen Ort, meist junge Leute und es entwickelten sich sehr schnell Freundschaften.
Nach einem Fußballturnier der Freiwilligen Feuerwehr, bei dem weniger Leute gekommen waren als erwartet, konnten wir zu einem Superpreis Fleisch- und Wurstwaren übernehmen. Einiges bekamen wir sogar geschenkt.
Die Gegend zu entdecken machte sehr viel Spaß. Unsere Wanderung zum See nach Servant, an dem wir auch übernachteten, war sehr schön. Schon vorher hatten wir viel gehört vom Puy-De-Dome, also gehörte er selbstverständlich mit zum Ausflugsprogramm, unsere Busreise führte uns direkt auf den Gipfel dieses Berges. Der Aufstieg war sehr steil. Die Straße hatte keine Seitenbegrenzung. Dem einen oder anderen wurde es doch schon sehr mulmig, wenn er aus dem Bus in die Tiefe hinunterschaute. Doch die Aussicht von diesem Vulkanberg war wunderschön. Ich konnte sogar den Mont Blanc sehen. Danach ging es zu einer Stadtrundfahrt nach Clermont-Ferrand. Das wohl Bemerkenswerteste dieser Stadt ist der Dom und die vier Fabriken, alle von der Reifenfirma Michelin. Außerhalb der Stadt lag sogar eine Rennstrecke dieser Firma.
Der Fluß Sioule lud uns zu einer interessanten Kajak- und Kanutour ein.
Ich hatte an der Gorge de Sioule Stellung bezogen und hoffte auf gute Fotos. Als unsere Cracks endlich kamen, war es ein Erlebnis zuzuschauen wie sehr sie sich bemühten, den Wasserfall zu bezwingen. Nur wenigen gelang es trocken davonzukommen. Manch einer konnte den Fischen "Hallo" sagen. Doch Gott sei Dank kamen alle ohne große Blessuren davon.
Der Bürgermeister des kleinen Örtchens verabschiedete uns mit den Worten:
"Wir würden uns freuen wenn ihr uns noch öfter besuchen würdet.
Wir haben sehr gute Beziehung mit Köln" ...
Hans-Josef Bauer, Lagerleiter